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THAI-TANIC

oder wie Sie es verhindern, mit Ihrer thailändischen
Lebensgefährtin Schiffbruch zu erleiden.

Leserbrief von Doc Holiday
(Eiermann-Kurier, 1999)

Es ist also passiert! Sie haben nicht auf Ihren Arzt, den weisen Doc Holiday, gehört und haben sich eine Thai Freundin zugelegt, die Sie lieben und mit nach Europa nehmen wollen, um sie vielleicht sogar zu heiraten.

Sind Sie waaaahnsinnig?!

Haben Sie denn nicht meinen Artikel: "Rawang Farang - Die 10 Gebote für den Umgang mit Bar Ladies" in der September - Ausgabe des Eiermann-Kuriers gelesen?

Sagen Sie, wozu mache ich mir eigentlich die ganze Mühe und schreibe solche wissenschaftlich fundierte Berichte, wenn sich eh keiner daran hält? Ich hoffe Sie haben sich wenigstens die Adresse gemerkt. Welche Adresse fragen Sie? Na die von dem Pfandhaus, wo Sie Ihr Gehirn hinterlassen haben! Warum ich das wissen möchte? Naja, äh, weil ich mein Gehirn in dem selben Pfandhaus gelassen und die Adresse leider vergessen habe. Ja, Sie haben richtig gelesen, auch ich bin seit langem mit einer Thai zusammen und damit Sie möglichst die gleichen wundervollen Erfahrungen machen wie ich und damit Ihnen die weniger erquicklichen Erlebnisse erspart bleiben, habe ich ein kurzes Regelwerk aufgestellt.

Denken Sie bitte daran, dass über 80% aller deutsch-Thai Ehen schief gehen. Natürlich, wie könnte es auch anders sein, gehören Sie zu den 20%, aber glauben Sie mir, dass haben die 80% auch von sich gedacht.

Dabei sind die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Ehe zunächst einmal vielleicht sogar besser als mit einer deutschen Frau, da die Thais in der Regel noch viel traditioneller eingestellt sind, die Familie als etwas Heiliges ansehen und eine Scheidung nur im äußersten Notfall in Betracht ziehen.

Bei uns hingegen wird die Scheidung von vielen Frauen fast schon als eine Art Volkssport angesehen, quasi als letzter Schritt in die vollendete Emanzipation und Unabhängigkeit.

Kein Wunder, denn bei dem deutschen Scheidungsrecht ist der Mann ja auch fast immer der Dumme, dem, obwohl er vielleicht recht gut verdient, nach allen Abgaben an die Exfrau selten viel mehr bleibt als einem Sozialhilfeempfänger, während die Frau ihr "Einkommen" mit dem ihres neuen Freundes zusammenlegen und in Saus und Braus leben kann. Dass in mehr als 70% der Fälle die Frau diejenige ist, welche die Scheidung einreicht, kann also nicht verwundern.

Überhaupt finde ich, dass sich die Männer in Deutschland hierbei ziemlich blöde anstellen. Wenn es z.B. darum geht, einen Gebrauchtwagen zu kaufen, werden Probefahrten gemacht, das Auto von vorne bis hinten abgeklopft, Mängelrügen erteilt und die Verträge, selbst wenn es sich um Standardverträge vom ADAC handelt, bis ins kleinste Detail überprüft. Dabei liegt die statistische Chance, dass die Karre an der nächsten Ecke komplett auseinanderfällt im Wahrscheinlichkeitsbereich eines mittleren Lottogewinns und man hat schlimmstenfalls ein paar lumpige tausend Mark in den Wind geschossen. Ärgerlich, aber nicht tragisch.

Wenn es jedoch um die Eheschließung geht, wird im Standesamt blindlings unterschrieben. Dabei liegt die statistische Chance, dass die Ehe schief geht, im Wahrscheinlichkeitsbereich, bei Regenwetter nass zu werden und hat im schlimmsten Fall zur Folge, dass man den Rest seines Daseins knapp über der Armutsgrenze fristen darf.

Das ist tragisch!

Und dazu noch die ganze männerfeindliche Stimmung bei uns!

Und ich meine nicht die sog. Männerwitze; über die kann ich ja noch lachen. Aber wenn ich mir die ganze sog. Sachliteratur zum Thema Männer anschaue: offensichtlich haben Männer den ganzen lieben langen Tag nichts besseres zu tun als Frauen und Kinder zu schlagen und zu schänden, Kriege zu führen und die Natur zu zerstören; sie sind im Grunde für alles Übel dieser Welt verantwortlich.

Sehen wir einfach mal wohlwollend darüber hinweg, dass es die modischen Bedürfnisse der Frauen sind, weswegen Jahr für Jahr Tausende von Krokodilen und Robbenbabies hingemetzelt werden, dass die unzähligen Tiere, die weltweit täglich in den Versuchslabors unter grausamsten Qualen sterben müssen, ihre Leben eben nicht nur für die Erforschung lebensnotwendiger Medikamente lassen sondern auch für das Austesten der neuesten Kosmetika und dass allein mit dem, was Frauen weltweit für ihre Schönheit ausgeben, das Welthungerproblem gelöst werden könnte.

Vor wenigen Jahren hat eine Dame namens Judith Plickert Titelschutz für ihren Ausspruch: "Ich bremse nicht für Männer!" beantragt, der dann auch auf vielen Aufklebern zu sehen war.

Stellen wir uns nur einmal vor, was passiert wäre, hätte ein Mann versucht den Spruch: "Ich bremse nicht für Frauen!" zu veröffentlichen. Aufruhr! Demos in allen Städten, die Frauenministerin vorneweg. Der Mann wäre beruflich und privat erledigt gewesen.

Oder ersetzten wir einmal das Wort "Männer" durch "Ausländer". Nicht auszudenken.

Den vorläufigen Gipfel hat die männerfeindliche Stimmung vor wenigen Monaten in den USA erreicht, als ein 11-jähriger Knabe beinahe für mehrere Jahre ins Gefängnis mußte, bloß weil er seiner 5-jährigen Schwester beim Pinkeln geholfen und ihr aus einer präpupertären Neugier heraus dabei an die Scheide gefasst hat.

Meinen Sie, ein 11-jähriges Mädel wäre derart belangt worden, wenn sie ihren jüngeren Bruder kurz mal am Schniedel gezupft hätte?! Als nächstes werden dann wohl Hebammen männliche Babys wegen sexueller Belästigung verklagen, weil diese nackt zur Welt kommen!

Hier in Thailand gibt es diesen Männerhass Gott sei Dank noch nicht. Hier herrschen noch die guten altbewährten Sitten, wonach der Mann das Geld verdient und die Frau es wieder ausgibt.

Die weibliche Leserschaft möge mir vergeben, aber erst seit ich mit einer Thai liiert bin, weiß ich, dass Partnerschaften auch ohne permanente Nörgeleien, Streitereien und Szenen auskommen und das Harmonie den Dauerzustand einer Beziehung darstellt, der vielleicht gelegentlich von einer kleinen Meinungsverschiedenheit unterbrochen wird und nicht umgekehrt.

Und je länger ich mit meiner Freundin zusammen bin, desto seltener werden diese Probleme (ganz im Gegensatz zu meinen früheren Beziehungen mit Europäerinnen, wo es stets andersherum war).

Es gibt allerdings einige Punkte, die Sie niemals vergessen dürfen:

1. Kultur:

Ihre Partnerin hat eine völlig andere Kultur als Sie. Wenn Sie eine Thai heiraten, dann heiraten Sie auch immer die ganze Familie mit dazu, ob es Ihnen nun passt oder nicht. Und es wird von Ihnen erwartet, dass Sie die Familie unterstützen. Es ist hier nun einmal üblich, dass wohlhabendere Familienmitglieder (und das sind Sie als Farang immer, selbst wenn Sie in Deutschland nur ein ungelernter Hilfsarbeiter sind) die ärmeren unterstützen. Das hat überhaupt nichts mit Ausbeutung zu tun, sondern liegt einfach daran, dass es hier diesen ganzen sozialen Schnee wie bei uns nicht gibt, der sämtliche Lebensbereiche absichert.

Tun Sie es nicht, bringen Sie Ihre Frau in eine prekäre Lage, da sie vor ihrer Familie das Gesicht verliert und zudem, sollte sie gläubig sein, fürchten muss, in ihrem nächsten Leben dafür bestraft zu werden.

Das soll natürlich nicht heißen, dass Sie fortan der Goldesel der Familie sind. Machen Sie Ihrer Frau klar, dass Sie durchaus bereit sind, ihre Familie bei sinnvollen Ausgaben, z.B. für medizinisch notwendige Behandlungen oder die Schulausbildung jüngerer Familienmitglieder, zu unterstützen. Das gilt natürlich nicht für die Nasenkorrektur der Tante oder das neueste Handy für Opa.

Sollten Sie also zu derjenigen Sorte Mann gehören, die Sparsamkeit mit Geiz verwechseln und glauben sich in Thailand eine anspruchslose und billige Putzfrau, Köchin und Bettgespielin an Land ziehen zu können, die auf hundert Kilometer nur eine Schüssel Tom Yam Gung verbraucht, dann bleiben Sie lieber bei Gertrud, Rita und den anderen teutonischen Walküren.

2. Mentalität:

Im Gegensatz zu dem, was man bei uns in Deutschland dank der ach so sachlichen Medienberichterstattung gerne glauben möchte, sind Thai - Frauen keine unterwürfigen Sklavinnen!

Verwechseln Sie niemals Unterwürfigkeit mit Respekt.

Wenn Sie also wieder einmal nach dem Stammtisch zu später Stunde nach Hause torkeln und Ihre Lotusblüte mit einem spritzigen und lautstarken Rülpser begrüßen und diese Sie nicht wie einst Ihre teutonische Ex-Lebensgefahr mit dem Nudelholz direkt ins Klo prügelt und streng darüber wacht, dass Sie auch ja im Sitzen pinkeln, sondern einfach darüber hinweg sieht, dann liegt das einfach daran, dass Ihnen Ihre Position als Familienoberhaupt gewisse Rechte verschafft, die auch niemand in Frage stellen wird, solange Sie auch Ihre Pflichten als Ernährer und Ehemann bzw. Vater erfüllen.

Aber treiben Sie es ja nicht zu bunt, denn für das, was eine marodierende Thai-Furie mit Ihrer Wohnungseinrichtung und Ihnen anzurichten vermag, kommt keine Versicherung auf.

Ein Tornado ist im Vergleich dazu nicht mehr als der feuchte Furz eines befriedigten Lady-Boys und das was von Ihnen übrig bleibt wird noch Generationen von Besuchern des Museums für Gerichtsmedizin einen Schauer über den Rücken jagen.

Sollten Sie also annehmen, dass die Eheschließung mit einer Thai ein Freifahrtschein dafür ist, sich ein Leben lang wie ein rücksichtsloser Junggeselle aufführen zu dürfen, dann bleiben Sie lieber bei Gertrud, Rita und den anderen germanischen Walküren.

3. Lebensgewohnheiten:

Ebensowenig wie Sie darüber erbaut wären, wenn Sie den Rest Ihres Lebens nur noch Tom Yam oder Kau Pad vorgesetzt bekämen, können Sie von Ihrer Frau erwarten, sich von nun an nur noch von Brot, Käse, etc. zu ernähren. Denken Sie daran, dass in Deutschland eingekaufte Zutaten für Thai-Gerichte nicht unbedingt billig sind.

Thais sind das reinlichste Volk, das ich kenne und in dieser Beziehung könnte sich so mancher Farang eine dicke Scheibe abschneiden. Falls Sie also zu diesen männlichen Relikten aus dem schönen Neandertal gehören, die glauben, dass es nichts gibt, was eine Frau so in Extase versetzt wie drei Wochen alter Achselschweiß und ein Schwarm von Schmeißfliegen, der jedesmal aufgescheucht wird sobald Sie Ihren Hosenstall öffnen, dann bleiben Sie lieber bei ... ach Sie wissen schon.

4. Vorurteile:

Falls Sie bis heute als Deutscher unter Deutschen gelebt haben und nicht schwul, behindert oder bekennender Moslem sind, dann können Sie sich glücklich schätzen, denn Sie haben aller Wahrscheinlichkeit nach noch nie Vorurteile am eigenen Leib verspürt.

Das wird sich ab heute ändern! Thai-Frauen gelten bei uns als zweitklassig, denn jeder hält sie für Ex-Huren oder für Frauen aus dem Katalog eines dubiosen Ehevermittlungs-Instituts oder für beides. Und auf Sie wird man ebenso skeptisch herab schauen, da nach der landläufigen Meinung irgend etwas mit Ihnen nicht stimmen kann, denn Sie haben ja bloß eine Thai abbekommen und nicht eine gute deutsche Frau.

Ausländer zu sein bedeutet in Thailand, dass man von Taxifahrern beschummelt wird oder dass man für die Besichtigung eines historischen Klosters stolze 2.- DM bezahlen muß anstatt der für die Thais üblichen 0.50 DM.

Ausländer zu sein bedeutet in Deutschland, dass einem das Haus angesteckt werden kann, während die Polizei tatenlos zuschaut, wie vor wenigen Jahren in Hoyerswerda, Rostock oder Lübeck. Es bedeutet aber in jedem Fall, dass man stets als Mensch zweiter Klasse behandelt wird, sei es bei der Wohnungssuche, bei der Arbeitsplatzsuche oder bei was auch immer.

Es bedeutet auch, wie mir viele Bekannte, die mit einer Thai verheiratet sind, versichert haben, dass sich viele Freunde von einem abwenden.

Aber der Optimist in mir sagt, dass all diese Widrigkeiten eine Partnerschaft auch enger zusammenschweißen können und dass ich auf sogenannte "Freunde", die sich von mir abwenden, bloß weil ich mit einer Thai zusammen bin, auch gut verzichten kann, da mir meine Zeit zu schade ist, um sie mit rassistischen ewiggestrigen Schwachköpfen zu verschwenden.

5. Tips:

Denken Sie daran, dass Thais stets in der Gegenwart leben; sich um die Zukunft zu sorgen ist ihnen wesensfremd. Entsprechend können sie auch nicht mit Geld umgehen. Geben Sie ihrer Frau niemals das gesamte Monatshaushaltsgeld auf einmal, es wird schon nach wenigen Tagen den Weg alles Vergänglichen gegangen sein. Vereinbaren Sie lieber einen Wochenbetrag.

Sperren Sie auch die OO-Nummer an Ihrem Telefon, denn sonst ist die böse Überraschung am Monatsende so sicher wie das Amen in der Kirche.

Sparen Sie sich anfangs das Geld für teure Sprachkurse, da sie höchstwahrscheinlich keine ausreichende Schulbildung hat, um eine fremde Sprache lernen können. Sprechen Sie lieber selber so oft es geht mit ihr Deutsch.

Respektieren Sie ihre Mentalität aber machen Sie auch Ihre eigene deutlich. Das erste, was Sie ihr beibringen sollten, ist, dass Ehrlichkeit stets besser ist als jede Notlüge.

Bedenken Sie, dass Thais sehr stolz sind. Demütigen Sie Ihre Frau nicht, indem Sie ihr vor Ihren Kumpels ständig an den Busen grapschen und ihre sexuellen Fähigkeiten anpreisen.

6. Warnungen:

Vermeiden Sie es in Ihrem eigenen Interesse, sich in eine Bar-Lady zu verlieben und wenn doch, dann bloß nicht in eine, die diesem Gewerbe schon lange nachgeht. Natürlich wird jede Lady, die danach gefragt wird, antworten, dass sie erst seit 2 Wochen arbeitet und das auch nur wegen der kranken Mutter, dass Sie ihr erster Kunde sind, dass sie noch vor 4 Wochen Jungfrau war und dass sie die Schwangerschaftsstreifen von ihrer Oma geerbt hat. Ein guter Trick, der Wahrheit etwas näher zu kommen, ist mit ihr das Spiel "Vier Gewinnt" zu spielen. Das spielen die Ladies an den Bars miteinander, wenn sie sich langweilen. Spielt sie es gut, ist sie garantiert ein alter Hase und hatte schon mehr Schniedel in ihrem Bauch als Sie warme Mahlzeiten. Finger weg! Es sei denn es stört Sie nicht einer von vielen "Entwicklungshelfern" zu sein.

Kaufen Sie Ihrer Frau bloß kein Haus oder übertragen Vermögen auf Sie. In Thailands Städten gibt es ganze Straßenzüge von Eigentumswohnungen, die von geprellten Farangs finanziert wurden, denen man oder besser gesagt frau anschließend den Laufpass gegeben hat.

Ebenso ist Vorsicht geboten, sollte Ihre Frau wenig erbaut darüber sein, wenn Sie Thai lernen wollen. "Farang ruh maag mai dee" (Es ist nicht gut, wenn der Farang zu viel weiß) ist ein ungeschriebenes Gesetz bei den Ladies, die in erster Linie darauf aus sind, Sie auszunehmen.

Verhindern Sie es, dass Ihr Schatz in Deutschland zu viel Kontakt zu anderen Thais hat, da dies erfahrungsgemäß nur Probleme nach sich zieht und sie eher daran hindert, Deutsch zu lernen.

Bringen Sie unbedingt in Erfahrung, was Ihr Tillak tut, wenn Sie nicht hier sind. Dazu wenden Sie sich an die Redaktion des Eiermann-Kuriers, die einen Guten Hobby-Detektiv kennt, der gelegentlich in Pattaya seine Dienste anbietet. Lieber heute für wenig Geld die Wahrheit erfahren, als vielleicht ein Leben lang eine Natter an Ihrer Brust zu nähren!

Möge Buddha mit Ihnen sein!

Euer Doc Holiday


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