EIN BRIEF AN KUBO
(oder: Gauner gegen Gauner)
(Anhang zu: Der große Goldrausch)

Hallo Kubo,

da Du mich kürzlich gefragt hast, wie "selbst schulisch und beruflich gut gebildete und erfahrene Leute" so dumm sein können, à fond perdu Geld nach Nigeria, Thailand und sonst wohin zu überweisen, will ich Dir an dieser Stelle etwas ausführlicher die traurige Geschichte eines Neumitbürgers aus Ossiland erzählen. Da das ganze etwas zu lang ist, um es Dir als E-mail zu schicken und ich es auch meinen anderen Lesern nicht vorenthalten möchte, bringe ich es hier als Anhang. Jener Ossi - gut ausgebildeter und erfahrener Fotograf - war einer jener wenigen mutigen DDR-Bürger, die nicht warteten, bis die Mauer quasi über Nacht von selber fiel, sondern kurz zuvor noch all die Mühen, Strapazen und Schikanen auf sich nahmen, um mit seinen Lieben in den Westen "über zu machen", genauer gesagt ins Lippische (ja, Kubo, ganz in Deine Nähe, vielleicht kennst Du ihn sogar?!) - nennen wir ihn L. Er war also kein typischer "Ossi", und auch nicht lebensuntüchtig oder gar faul; im Gegenteil, gleich nach dem Mauerfall begann er, etwas auf die Beine zu stellen. Natürlich nicht als Fotograf, sondern - die Zeichen der Zeit richtig erkennend - als Vertreter für Versicherungen und Kredit-Haie, pardon -Institute. "Existenzgründungen" waren damals angesagt in den neuen Bundesländern - hatte man doch allen, die man zu Hunderttausenden auf die Straße gesetzt hatte, wärmstens empfohlen, sich selbständig zu machen und ihr Glück im Kapitalismus zu suchen; und passend dazu wurden so genannte "Existenzgründungskredite" unters Volk gestreut. (Von dem Geld hätte man allen Ossis bis an ihr seliges Ende eine großzügige Rente zahlen und in aller Ruhe das Aussterben jener Generation von Kommunisten abwarten können - statt dessen ist nun praktisch alles den Bach der Insolvenz-Rekorde runter gegangen!) Das größte Problem war die Vorsicht, ja das Mißtrauen vieler Ossis, die nicht einsehen wollten, warum sie sich gleich eine halbe Million DM (5 Millionen Alu-Chips unseligen Angedenkens zum letzten Schwarztauschkurs!) Schulden ans Bein binden sollten.

Aber L wußte seine Ex-Landsleute zu nehmen - er sprach vor allem ihre Sprache, d.h. ihren sächsischen Dialekt. Wo ein Wessi zweifellos gescheitert wäre, plazierte er Versicherung um Versicherung, Kredit um Kredit: Was? Schwierigkeiten, die 500 Mille zu verplanen? Wie wäre es denn mit einem Zweit-BMW für die Frau Gemahlin? Jawohl, das mußte sein, man wollte doch auch etwas darstellen (umständlicher deutscher Ausdruck für "repräsentieren" - die Ossis waren da oft ziemlich altmodisch). Daß möglicherweise nicht jeder Arzt, der sein Berufsleben lang in einer Poliklinik vor sich hin kuriert hatte (ohne fachlich schlechter zu sein als seine Kollegen im Westen - wie sollte das auch möglich sein? :-) befähigt war, ein kleines Wirtschaftsunternehmen zu führen, wie es die Praxis eines Freiberuflers nun mal ist, erzählte er ihnen nicht... L verdiente gut in den ersten Jahren nach dem Mauerfall - dann machte ihm der Bundestag einen Strich durch die Rechnung: Ein neues Gesetz wurde verabschiedet, wonach Ossis rückwirkend über allzu lange Laufzeiten geschlossene Versicherungs- und Kredit-Verträge über die vereinbarte Frist hinaus kündigen durften; und sie machten reichlich Gebrauch davon, denn inzwischen fühlten sie sich allesamt übervorteilt von "den Wessis". L verlor nicht nur seinen Job als Drücker, pardon Vertriebsbeauftragter (früher sagte man mal "Vertreter" oder "Klinkenputzer" dazu; aber Vertretungs-Befugnis haben die längst nicht mehr - im Zweifel nicht mal mehr Abschluß-Vollmacht -, und in den ersten Jahren nach dem Anschluß, pardon der Wiedervereinigung, standen in der Ex-DDR die Haustüren noch offen; erst als der liberale Rechtsstaat westlicher Prägung Einzug hielt, stieg die Kriminalitätsrate rapide an, und es mußten allenthalben neue Schlösser und Klinken angebracht werden - wenigstens die Branche hatte Hochkonjunktur!), sondern er mußte auch seine Provisionen zurück zahlen. Das war ein verdammt harter Schlag, zumal bei dem gehobenen Lebensstil, den er sich inzwischen angewöhnt hatte: Schöne Villa in bester Wohnlage, edel ausgestattet mit geschmackvollen (na ja, mein Geschmack war es nicht, aber was soll's) Antiquitäten, teure Urlaubsreisen (damals hingen Plakate der Reiseveranstalter herum: "Ärgern Sie Ihren Nachbarn - machen Sie dieses Jahr einen Zweiturlaub!"), dicke Autos (einmal hatte er gleichzeitig zwei Jaguars, einen Benz und einen BMW in den Garagen stehen), exquisiter Weinkeller mit Jahrzehnte alten Raritäten... Wollte man es ihm verdenken? Wer aus der DDR kam, hatte weiß Gott Nachholbedarf! Und hieß es nicht: Mache Schulden, wer Kredit hat, gilt etwas? "Man muß schließlich ordentlich was abzusetzen haben, sonst arbeitet man doch nur fürs Finanzamt" pflegte er zu sagen. Nun hatte er weiterhin "ordentlich was abzusetzen", allerdings wußte er nicht mehr, wovon.

Auf der Suche nach neuen Betätigungsfeldern und Einnahmequellen geriet L, kontaktfreudig und aufgeschlossen, wie er war, an allerlei zwielichtige, pardon interessante Geschäftsleute, wahren Zierden des westdeutschen Kapitalismus, pardon, freien Unternehmertums. Da war zum Beispiel ein angeblicher Schiffswerftbauer - nennen wir ihn S -, dessen Firma leider in Konkurs gegangen war, unter Hinterlassung beträchtlicher Schulden nicht zuletzt beim Finanzamt, das ihn seitdem auf dem Kieker hatte. Er hatte inzwischen einen Puff, pardon Club aufgemacht, in dem er nette Damen aus aller Welt, von Thailand (ja Kubo, jetzt sind wir wieder beim Thema!) bis Nigeria beschäftigte. Auch L war dort öfters mal zu Gast gewesen, als er noch gut verdient hatte (es gab DDR-Nostalgie-Sekt der Marke "Rotkäppchen", und er wohnte kaum 50 km entfernt), und so hatten sie einander kennen gelernt - na ja, was man so kennen lernen nennt. Im selben Club lernte L eines Tages auch einen netten Araber aus Dubai kennen - nennen wir ihn D -, der gut Deutsch sprach, gerne Sekt trank (also kein Fundamentalist!) und erzählte, daß er mit dem saudischen Königshaus verwandt sei, weshalb er im Nahen Osten allerbeste Kontakte habe. Ob L nicht zusammen mit ihm eine Baufirma aufmachen wolle? Zwar hatten sie beide keine Ahnung von der Materie, aber das war gar nicht notwendig: Sie würden die Aufträge durch seine Beziehungen bekommen, die Ausführung Subunternehmern übertragen und von der Differenz gut leben können. So wurde denn die Firma D&L Arabia Betonbau GmbH gegründet. Leider hatten die Saudis vorübergehend keine Aufträge zu vergeben (während der raffgierige Vermieter der Geschäftsräume vom ersten Tag an Geld sehen wollte).

Eines Tages kam S mit einem Schreiben aus Nigeria an: Er habe seinerzeit die Hafenanlagen von Lagos (das ist die Hauptstadt Nigerias) gebaut, aber aus devisentechnischen Gründen das ihm zustehende Honorar nicht außer Landes schaffen können. Nun ergebe sich die Gelegenheit, das nachzuholen: Der neuen Chef der Zentralbank von Nigeria sei bereit, unter gewissen Voraussetzungen... man müsse halt nur mal 'runterfliegen und die Einzelheiten besprechen, vielleicht auch ein paar kleine Geschenke an der richtigen Stelle plazieren, und dann habe man für alle Zeiten ausgesorgt. Gewiß, es gab da ein paar Haken, z.B. daß die ganze Korrespondenz in Englisch geführt werden mußte, das keiner der drei so richtig verstand; aber Bedingung war absolute Geheimhaltung - bloß keine weiteren Personen einweihen oder gar um Rat fragen, zumal die dann womöglich auch noch beteiligt werden wollten! Also flogen unsere drei Helden nach Lagos und ließen sich die Einzelheiten mit Händen und Füßen vom Zentralbankchef persönlich erläutern. (Ja, ich bin überzeugt, daß er das wirklich war, nicht irgend ein Hochstapler; die Gangster sitzen dort - wie in vielen anderen Ländern auch - direkt an der Regierung; es darf nur nicht offiziell bekannt werden, weil das die diplomatischen Beziehungen belasten und Rassenvorurteile wecken könnte!) Es ging um schlappe 10 Millionen US-$, die schon bereit lagen und nur noch außer Landes gebracht werden mußten; davon sollten 3,5 Mio für sie sein, den Rest sollten sie zunächst einmal treuhänderisch auf ihr Konto überweisen lassen und später anderswohin weiter überweisen. Das klang gut, und die drei kehrten hoffnungsvoll heim, ein jeder mit seinen Gedanken und Plänen: S schlug gleich vor, die "dummen Neger" über den Tisch zu ziehen und die 10 Millionen ganz zu behalten und durch drei zu teilen. L und D waren einverstanden und untereinander bald einig, daß sie auch den dummen S ausbooten würden: Der hatte doch längst einen Offenbarungseid, pardon eine eidesstattliche Versicherung geleistet, die Steuerfahndung war hinter ihm her, es wäre Verschwendung gewesen, dem etwas abzugeben; außerdem hatte der nicht mal mehr ein Bankkonto, geschweige denn eine eigene Firma, und die Nigerianer wollten ja unbedingt auf ein Firmenkonto überweisen. Da kam nur eines in Frage: das der D&L Arabia Betonbau GmbH.

L - in Gelddingen gewitzt - dachte noch einen Schritt weiter: Wie kam er eigentlich dazu, mit dem blöden Araber zu teilen, wo er selber doch viel bessere Verwendung für das Geld hatte? Flugs mietete er im benachbarten Amtsgerichtsbezirk Büroräume an und meldete dort eine zweite Firma "D&L Arabia Betonbau GmbH" zum Handelsregister an - da keine der beiden Firmen jemals irgend eine Geschäftstätigkeit aufnahm, fiel das niemandem auf. Den Nigerianern schrieb er, die Anschrift, Telefon- und Fax-Nr. habe sich geändert, und natürlich auch die Konto-Nr. - sie mögen die 10 Millionen nun getrost auf das neue Konto überweisen. Allerdings zog sich das ganze noch etwas hin, ein paar Leute mußten erst noch geschmiert werden - wie das ja durchaus allgemeinen Gepflogenheiten im internationalen Business entsprach (und entspricht). Ärgerlich war nur, daß L langsam aber sicher das Geld ausging - und auch seine Frau (eine derjenigen, denen er selber einen "Existenzgründungskredit" vermittelt hatte) steckte noch immer tief in den roten Zahlen - wie sich später heraus stellen sollte, hatten sich ihre Verbindlichkeiten inzwischen sogar verdoppelt statt reduziert; bei der Bank war also kein Kredit mehr zu bekommen. Doch L wußte wieder Rat: Für einen Metzgermeister vor Ort - nennen wir ihn M - hatte er mal den Verkauf von Wurstwaren aus Rügen und anderswo aus Ossiland vermittelt und wußte daher, daß der immer ein paar Mille schwarz auf der Hand unterm Kopfkissen liegen hatte. Den pumpte er kurz mal an, und der war es tatsächlich zufrieden - zu Wucherzinsen zwar, aber was soll's, von den 10 Millionen konnte man die leicht mit finanzieren. Die Schmiergelder wurden also pünktlich von L überwiesen; aber inzwischen waren auch S und D nicht untätig gewesen: S war in die Schweiz gefahren, hatte dort ein Bankkonto eröffnet und den Nigerianern geschrieben, daß es wegen der Steuerfahndung viel zu gefährlich sei, Geld nach Deutschland zu überweisen. Da pflichteten sie ihm bei und wollten nun gar nichts mehr überweisen. Vielmehr wandten sie sich an D, ob er nicht noch einmal persönlich (mit ein paar kleineren Geschenken, versteht sich, wie Video-Kameras - damals noch exotisch und teuer -, Rolex-Uhren usw. für einflußreiche Regierungsmitglieder) nach Lagos fliegen und dort den Scheck über 10 Mio in Empfang nehmen könne. Auch D nahm über irgendwelche dunklen Kanäle einen "Privatkredit" auf und flog los.

Bald darauf kam D tatsächlich mit einem "certified" Scheck nach Deutschland zurück, gezogen auf eine Bank in den USA! Nun traf es sich aber, daß D dort aus irgendwelchen Gründen nicht einreisen konnte. (Ja, das gab es schon vor dem 11. September 2001! Später sollte heraus kommen, daß D gar kein Saudi aus Dubai war, sondern ein Palästinenser aus dem Libanon, und zudem persona non grata in den USA. Nach Deutschland kam er als angeblicher Ehemann einer Somali, die politisches Asyl begehrte, weil ihr zuhause angeblich die Beschneidung drohte. Die Sache flog erst auf, als sie beim Sozialamt Beihilfe beantragte für die Kosten der Beschneidung ihres unehelichen Töchterchens. Nein, nicht etwa die für die Behandlungskosten eines Arztes, das machen die Frauen von Somalia noch immer selber - wofür gibt es Rasierklingen und Glasscherben -, sondern für die Kosten des obligatorischen Beschneidungsfestes, zu dem alle somalischen Mitasylanten aus ganz Nordrhein-Westfalen eingeladen werden sollten - und deren Zahl war und ist bekanntlich Legion.) Also kreuzte D wieder bei L auf, als ob nichts gewesen wäre, und auch L wollte kein Wässerchen trüben: Hauptsache, die dummen Neger und der dumme S würden ausgebootet; 10 Millionen würden auch durch zwei geteilt noch für beide ausreichen... L kratzte also das letzte Geld von M zusammen und flog frisch, fromm, fröhlich frei in die USA, wobei ihn freilich seine finanztechnischen Kenntnisse und Fähigkeiten ziemlich im Stich ließen: D hatte ihm nämlich vorsichtshalber nur eine Kopie des Schecks mitgegeben; das Original wollte er nachsenden, sobald klar war, auf welches Konto das Geld wandern würde - natürlich das der alten D&L Arabia GmbH. Zu L's unangenehmer Überraschung wollte die Bank in den USA ihm das Geld auf die Vorlage der Scheck-Kopie hin nicht auszahlen und auch nicht auf ein Konto nach Germany überweisen. Sie wollte ihm nicht einmal Auskunft geben, ob der Scheck echt, gedeckt oder sonst etwas wert war. Als L unverrichteter Dinge wieder nach Deutschland zurück gekehrt war, beichtete er das alles seinem Anwalt, der die Hände über dem Kopf zusammen schlug - wie sollte er jetzt noch etwas retten, nachdem das Kind in den Brunnen gefallen war?

Unterdessen hatte auch M seinen Anwalt eingeschaltet und von Frau L Rückzahlung des Kredits verlangt. (Er hatte sie vor Übergabe des Geldes an L einen Wechsel unterzeichnen lassen, denn er wußte nicht, daß bei ihr noch weniger zu holen war als bei L selber - außer Schulden.) Frau L wiederum - die angeblich gar nicht wußte, was sie da unterschrieben hatte - fragte ihren Hausverwalter um Rat, denn sie wußte, daß der mal Jura studiert hatte. Und nicht nur das: Bei der Gelegenheit stellte sich heraus, daß er auch zugelassener Rechtsanwalt war, freilich ohne Fortune, weshalb er sich "nebenbei" als Hausverwalter betätigte. Der führte nun mit bemerkenswertem Ungeschick seinen ersten größeren Fall und verhinderte so, daß alle Geschädigten an einem Strick zogen, d.h. doch, schon, aber halt jeder in eine andere Richtung. Bald hatten alle Beteiligten (außer den dummen Negern, pardon den großen Gewinnern in Nigeria, die niemand mehr wiedergesehen hat - ebenso wenig das Geld, das an sie geflossen war) ihre eigenen Anwälte, und jeder prozessierte gegen jeden. (Auch der Vermieter der Geschäftsräume der D&L Arabia Betonbau GmbH, dessen Telefonleitung irgend jemand angezapft hatte, um auf seine Kosten für mehrere tausend DM nach Nigeria zu telefonieren, wollte sein Geld zurück - zu seinem Pech konnte er nicht beweisen, daß er es nicht selber gewesen war, der auch noch als vierter sein eigenes Süppchen in dieser Sache kochen wollte.) Irgendwann, als der Instanzenzug bis zum Oberlandesgericht gelangt war, merkten auch die Richter, daß hier Gauner gegen Gauner standen und nötigten die Haupt-Parteien zu einem Vergleich 50/50. ("Sonst geben wir das Verfahren ans Finanzamt oder die Staatsanwaltschaft ab!") Da die Prozeßkosten erheblich waren, waren am Ende alle ruiniert: Die Kreditgeber bekamen gerade soviel zurück, daß sie davon ihre Anwälte und die anteiligen Gerichtsgebühren bezahlen konnte, und die Kreditnehmer zahlten inclusive Prozeßkosten insgesamt soviel, daß sie gleich alles hätten zurück zahlen können. Große Gewinner in Deutschland waren - wie so oft - nur die Anwälte und die Gerichte. (Die letzte Rate hat L's Anwalt übrigens erst dieses Jahr bekommen, als er selber kaum noch damit rechnete :-)

Nun, Kubo, wie die Geschichte ausgegangen ist, hatte ich Dir ja schon berichtet: F mußte sein Haus und seine Autos verkaufen und die GmbH löschen. (Für die Antiquitäten fand sich kein Käufer; böse Zungen behaupteten, das seien allesamt Fälschungen gewesen, die ihm der krümmste Hund, pardon, größte Antiquitätenhändler vor Ort angedreht hatte; aber L hatte weder Geld noch Lust, sein Glück noch einmal vor Gericht zu versuchen.) Er verfiel in schwere Depressionen, landete vorübergehend in der Klapsmühle, wurde schließlich entlassen, aber entmündigt, pardon unter Betreuung gestellt und dämmert bis heute in seiner Sozialwohnung, die Du und ich und andere Steuerzahler ihm finanzieren, vor sich hin. S, dem die Steuerfahndung noch immer auf den Fersen ist, betreibt nach wie vor seinen schwarzen Puff mit rotem Sekt und gelben Mädchen (übrigens ganz in Deiner Nähe, aber die Adresse schicke ich Dir mal privat, will ja hier keine Schleichwerbung machen). D ist nicht einmal der (wie sich alsbald heraus stellte ungedeckte) Scheck zur Erinnerung geblieben, denn der landete als Beweisstück in der Gerichtsakte (und die Kopie liegt bis heute in der Handakte von L's Anwalt, denn er hat sie nie zurück haben wollen). Er hat sich mit einem Mafioso (jawohl, rechtskräftig als solcher verurteilt; aber da er schon viele Jahre abgebrummt hat, inzwischen Freigänger, damit er sich wieder in sein Umfeld "integrieren" kann) zusammen getan, der irgendwo im Ruhrgebiet eine Geldwaschanlage, pardon Pizzeria betreibt, und schläft, pardon geht noch immer in Deutschland irgendwelchen krummen Geschäften nach. Vielleicht wird er ja irgendwann für einen neuen Anschlag aktiviert, sei es auf die Golden Gate Bridge in Frisco oder den Messetower in Mainhattan. Freuen wir uns zusammen mit unseren tüchtigen Politikern über die aus unseren Sozialkassen großzügig finanzierte Anwesenheit solch wert- und verdienstvoller "ausländischer Mitbürger" (früher hätte man so etwas eine "contradictio in adiecto" genannt - aber welcher Politiker kann heutzutage schon noch Lateinisch? Doch allenfalls "pecunia non olet"!) in diesem unserem multikulturellen Lande!

Es grüßt Dich Dikigoros

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